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Jede dritte Scheidung wird nach dem gemeinsamen Urlaub eingereicht, sagt Dietmar G. Luchmann, Psychotherapeut und Direktor des Stuttgarter ABARIS Institutes für Moderne Psychotherapie und Verhaltensmedizin. Paare, die nach Ergebnissen statistischer Untersuchungen im Alltag gerade zehn Minuten am Tag miteinander reden, haben im Urlaub eine fast unbegrenzte Zeit füreinander. Oder gegeneinander, wenn sie an unterschiedlichen Wunschvorstellungen scheitern und eine ausgewogene Gestaltung der Urlaubswochen nicht gelingt. |
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Eine zufriedenstellende Partnerschaft stellt eine der bedeutendsten Ressourcen und Protektivfaktoren bei psychischen und physischen Störungen und eine zentrale Bedingung für die Lebenszufriedenheit dar (Hahlweg, 1997; Köcher, 1993; Ruvolo, 1998). |
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Stress dürfte damit in vielen Fällen ursächlich für eine Verschlechterung der Partnerschaftsqualität und längerfristig für ein höheres Scheidungsrisiko verantwortlich sein (Bodenmann, 1997a; Bodenmann & Cina, 1999). |
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Die Untersuchung der Auswirkungen von Trennung/Scheidung auf die Männer ist ein stark vernachlässigtes Thema. Die Anzahl der Studien die sich mit den Männern befassen ist ungleich geringer, als diejenigen, die sich mit Frauen befassen. Das ist erstaunlich, haben die Männer doch vielfach neben dem Verlust der Partnerin auch die Trennung von ihren Kindern in der Alltagssituation zu verarbeiten. Die wenigen vorliegenden Studien zeigen aber deutlich negative Folgen von Scheidung und Trennung. Häufigster untersuchter Gegenstand in der Literatur ist die Auswirkung von Trennung/Scheidung in Bezug auf den Alkoholkonsum (erhöht) sowie auf den Früchte- und Gemüsekonsum (reduziert). Eine deutsche Studie zeigt in einer sehr kleinen (und nicht reprä-sentativen Studienpopulation) höhere psychosomatische Beschwerden, Depressivität und emotionale Labilität. In einem schriftlichen Befragungsteil dieser Studie bestätigten sich diese Befunde insbesondere in Bezug auf die ungünstigen Lebensstile und Krankheiten von Vätern mit tiefem Einkommen, die ihre Kinder nur selten sehen. |
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Bei Frauen wird in Folge von Scheidung/Trennung ein Rückgang des Körpermassenindexes festgestellt. Diese Frauen zeigen im Vergleich zu verheirateten Frauen im Weiteren die folgenden Merkmale: Sie erhöhen die körperliche Aktivität, rauchen mehr Tabak (starten neu oder nehmen die alten Rauchgewohnheiten wieder auf), ebenso nimmt der Früchte- und Gemüsekonsum ab. Bei Wiederverheiratung, nimmt der Körpermassenindex wieder zu. Insgesamt schliessen die AutorInnen auf gesundheitlich erwünschte und unerwünschte Folgen von Scheidung/ Trennung. Bei Wiederverheiratung erfolgen mehrheitlich Verhaltensänderungen in gesundheitsförderliche Richtung. |
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